EMC, Speicherriese und de-facto Besitzer von VMware hat kürzlich eine neue Technologie vorgestellt – Vplex. Man kann es als EMCs Offensive in Richtung Speichervirtualisierung bezeichnen. Der Zugriff auf Speicherresourcen soll dank Vplex über lokale, als auch Weitverkehrsverbindungen entkoppelt funktionieren.
Ein Beispiel illustriert die Arbeitsweise. Gegeben sind zwei Rechenzentren einer typischen Firma. In der Regel ist ein ganzer Standort oder zumindest Teile davon passiv. Unnötige Ressourcen werden vorgehalten, die nicht wirklich in Nutzung sind. Mittels Vplex sollen beide Sites aktiv sein können. Der Zugriff und das Management der Datenverfügbarkeit wird durch die Vplex Komponenten erledigt. Soweit die Theorie.
Die bislang bekannte Dokumentation gibt vier typische Anwendungsfälle an:
- Distributed Data Access
- Non-Disruptivr workload relocation
- Workload Resiliency
- Simplified Storage Management
Dem Trend der Zeit folgend kann der Vplex Layer neben EMC Speicher auch anderen Fremdspeicher anbinden (“Federation”).
Der eigene Aussage nach basiert Vplex auf folgende Charakteristika:
- Scale-out clustering
- Advanced data caching (basierend auf SDRAM)
- Distributed cache coherence
- Consistenty
EMC folgt mit der Vplex Architektur den Entwicklungen im Speichermarkt. Während die Konkurrenten ähnliche Angebote bereits seit längerem im Portfolio haben, wird das übliche Argument einen konsistenten und integrierten “Stack” durchaus bei einigen Kunden greifen. Daneben drücken auf Low-End Plattformen, nicht zuletzt aus dem Open-Source Umfeld, wie Gluster “von unten” auf die etablierten Anbieter und womöglich auch die Preise.
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